Aus welchen 3 Komponenten besteht Stress?
- Stressor (Stimulus oder Reizumfeld mit Aufforderungscharakter)
- Erlebenskomponente (Bewältigungshandlung)
- Auslenkung aus der Balance körperlicher und psychischer Funktionen (aus Homöostase = Stressreaktion)
Tags: Stress
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Durch welche Systeme entsteht Anpassung an Stressreaktionen?
- Autonome, vegetative Systeme
- Autonom motorische und präattentiv perzeptuelle bzw. affektive Systeme
- Genetische und biomechanische Systeme
- Kognitive Systeme
- Handlungssysteme
Tags: Stress
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Wovon ist die Wirkung Stressoren abhängig?
- physikalische Intensität der Reize
- subjektiv-psychologische Intensität der Reize
- Vermeidungs-, Bewältigungsmöglichkeiten der Reizsituation (Coping)
- Dauer und Häufigkeit von Stressreizen
- Soziale Stützung, Bindung…
Tags: Stress
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Beschreibe die Wege der endokrinen und der sympathischen Komponente der Stressreaktion!
Stressor

Hypothalamus (CRH->Hypophyse)


Hypothalamus (CRH->Hypophyse)

vegetatives Nervensystem: Sympatikus | Hypophysenvorderlappen(ACTH) |
![]() | ![]() |
dierekte Wirkung an verschiedenen Organen, Nebennierenmark ![]() | Nebennierenrinde (Glukokortikoide) |
Tags: Stress
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Beschreibe die direkte und indirekte Wirkung des sympathischen Nervensystems in Stressreaktionen!
Direkte Wirkung an verschiedenen Organen
Wirkung am Nebennierenmark: Ausschüttung von Nor-/Adrenalin
Steigerung der Herzarbeit
Mehr Blut zu Muskeln, Blutdruck 
- Leistungssteigerung des Herzens
- Weitstellung der Bronchien
- Veränderungen im peripheren Gefäßsystem
- Aktivierung Haarbalkmuskeln und Augenmuskeln
Wirkung am Nebennierenmark: Ausschüttung von Nor-/Adrenalin



Adrenalin | Noradrenalin |
Eingriff in Glukosestoffwechsel ![]() | Vermittlung von psychischen Komponenten der Stressreaktion |
Erweiterung der Bronchiolen | Wirkung als Neurotransmitter |
Tags: Stress
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Wie läuft der Weg durch die Hypothalamus-Hypophyse-Nebennierenrinden-Achse bei Stressreaktionen?
Hypothalamus:
Ausschüttung von CRH (corticotopes releasing hormone)
Hypophysenvorderlappen:
Ausschüttung von ACTH (adrenokorikotropes Hormon)
Nebennierenrinde:
Ausschüttung von Glukokortikoiden, besonders Cortisol
diese wirken wiederum hemmend auf CRH und ACTH Ausschüttung

Hypophysenvorderlappen:

Nebennierenrinde:


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Welche Hormone werden wo in der Nebenniere ausgeschüttet?
Rinde: Glukokortikoide (95% Cortisol)
Zona Fasciculata der Rinde: Glukokortikoide
Mark: Adrenalin, Noradrenalin
Zona Fasciculata der Rinde: Glukokortikoide
Mark: Adrenalin, Noradrenalin
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Kurzzeitige Wirkung der Glukokortikoide
- Bereitstellung von Energie in Form von Glukose
- erhöhter Blutfluss
- erhöhte Verhaltensbereitschaft
- Immunsuppression (Hemmung Lymphozytenproduktion)
- Hemmung von CRH und HHA-Achse







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Langfristige Wirkung von Glukokortikoiden?
Direkte Wirkung im Gehirn: Modulation von
>> Neurone sensibler für potentiell schädliche Ereignisse
>> Ca kann in Zelle eintreten und Neurone beschädigen
>> Gedächtnisleistung
- Emotionen
- Kognitiven Prozessen
- Bluthochdruck
- Schaden an Muskelgewebe
- Steroid Diabetes
- Unfruchtbarkeit
- Wachstumsstop (Kinder bleiben kleiner)
- Inhibition von Entzündungen (Selbstheilungsprozess nach Verletzungen gestört)
- Supression des Immunsystems (krankheitsanfälliger)
- Neurone im Hippocampus zerstört
- Weniger Glukoseeintritt
Glutamatwiederaufnahme weniger
>> Neurone sensibler für potentiell schädliche Ereignisse
>> Ca kann in Zelle eintreten und Neurone beschädigen
>> Gedächtnisleistung

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Einfluss von akutem Stress auf das Immunsystem
- Akuter Stress
akute Abwehr gestärkt (Steigerung der natürlichen Killerzellenaktivität), spezifische Abwehr kurzfristig zurückgefahren
- nicht so kritisch, alle Systeme die mit Stressreaktion zu tun haben: erhöhte Aktivierung
- Natürliche Killerzellen danach wieder zurückgefahren (krankheitsanfällig)
Tags: Stress
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Wirkung von Dauerstress auf das Immunsystem
Dauerstress >> spezifische und unspezifische Immunabwehr leiden
>> Keine Habituierung!
>> Schlechteres Immunsystem, Verringerte Killerzellenaktivität
>> Verringerung der Lymphozyten-Bildung
>> Erhöhte Aktivität latenter Herpes-Viren
Auftretenswahrscheinlichkeit von Infektionskrankheiten erhöht
(Dauerhaft Hochfahren der Immunabwehr durch Glukokortikoide verhindert)
Abfallprodukte des Cortisol schwächen Herzmuskulatur
Herzanfälle wahrscheinlicher
>> Keine Habituierung!
>> Schlechteres Immunsystem, Verringerte Killerzellenaktivität
>> Verringerung der Lymphozyten-Bildung
>> Erhöhte Aktivität latenter Herpes-Viren
Auftretenswahrscheinlichkeit von Infektionskrankheiten erhöht
(Dauerhaft Hochfahren der Immunabwehr durch Glukokortikoide verhindert)
Abfallprodukte des Cortisol schwächen Herzmuskulatur

Tags: Stress
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4 Evidenzen für die gesundheitsschädliche Wirkung von Stress
- unter Stress heilen Wunden viel langsamer (Wundgröße gemessen)
- bei Pflegenden heilen Wunden langsamer (sind immer Stress ausgesetzt)
- glukokortikoid-bedingte Hippocampus-Läsion bei Posttraumatischer Belastungsstörung
- Treeshrews = Tiere, die unter Langzeitstress untersucht werden, Ergebnis: räumliches Gedächtnis verschlechtert, Kortisolspiegel steigt, weniger apikale Verzweigungen, kürzere Pyamidenzellen
Tags: Stress
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Wie entstehen Posttraumatische Belastungsstörungen?
Folge auf stark belastende Ereignisse
Situation,
Situation,
- die die körperliche Unversehrtheit gefährdet,
- von Angst und Hilflosigkeit geprägt ist, und
- wenn man miterlebt wie andere sterben/verletzt werden
Tags: PTSD, Stress
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Symptome der Posttraumatischen Belastungsstörung
oFlashback (Durchleben der Traumatischen Situation)
oWiederkehrende Gedanken und Träume
oVermeidung von Stimuli, die mit Trauma assoziiert sind
oChronische Anspannung, Reizbarkeit
oSchlaflosigkeit, übersteigerte Geräuschempfindlichkeit
oBeeinträchtigung der Konzentrationsfähigkeit und Gedächtnisleistung
oStarke Ängste und Vermeidung sozialer Situationen, die zu Arousal führen können
oWiederkehrende Gedanken und Träume
oVermeidung von Stimuli, die mit Trauma assoziiert sind
oChronische Anspannung, Reizbarkeit
oSchlaflosigkeit, übersteigerte Geräuschempfindlichkeit
oBeeinträchtigung der Konzentrationsfähigkeit und Gedächtnisleistung
oStarke Ängste und Vermeidung sozialer Situationen, die zu Arousal führen können
Tags: PTSD, Stress
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Wie lange muss eine PTSD mindestens dauern und welche Formen unterscheidet man?
Mindestens 1 Monat Dauer der Störung
- Akut: weniger als 3 Monate
- Chronisch: länger als 3 Monate
- Verzögerte Reaktion: Beginn nach mehr als 6 Monaten
Tags: PTSD, Stress
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Welche neuronalen Effekte hat PTSD und wie werden sie vermittelt?
Sehr intensiver und langanhaltender Stress
- hoher Glukokortikoidspiegel
- Erhöhte Corticosteroid-Ausschüttung
keine Neurogenese von Nervenzellen im Hippocampus
Degeneration des Hippocampus
- Funktion des medialen Präfrontalkortex bei Erinnerung an Trauma eingeschränkt
- Beeinträchtigung des expliziten KZG
- neue, kontextbezogene Informationen schlechter gespeichert
- bereits gespeicherte Stressreize können nicht vergessen werden



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2 Repräsentationstypen, die für unterschiedliche Komponenten der PTSD verantwortlich sind
- VAM (verbally accessible memory) = bewusst zugänglich, Vernetzung mit anderen Erinnerungen, aber Gedächtnislücken und unorganisiert
- SAM (situationally accessible memory) = verantwortlich für flashbacks, mehr Erinnerungen als VAM
unbewusst kann mehr gespeichert werden als bewusst


Tags: PTSD, Stress
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Nenne 8 Risikofaktoren für PTSD.
- Event früh im Leben
- Mehr als ein Event
- Vater mit Depression
- schlechte Bildung
- wenig soziale Unterstützung
- vorher Verhaltensstörung, Angststörung, Depression…
- vermutlich bestimmte Gene für Anfälligkeit verantwortlich
- kleinerer Hippocampus
evtl. durch dessen Rolle am Kontextlernen
Tags: PTSD, Stress
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Flashcard set info:
Author: Finn
Main topic: Psychologie
Topic: Biologische Psychologie
School / Univ.: Friedrich-Schiller-Universität
Published: 29.05.2012
Tags: Miltner